Audits, Workshops und Mentoring für Agenturen, Start-ups und Führungskräfte

Nicht die Menschen reparieren.
Die Systeme, in denen sie arbeiten.

Die Menschen, die eure besten Ideen haben, zerbrechen als Erste an Meetingdichte, Chat-Dauerfeuer und Tool-Chaos. Nicht weil sie weniger belastbar sind, sondern weil sie mehr kompensieren müssen, um durch denselben Tag zu kommen. Ich baue die Strukturen, die das aufhören lassen.

Tim Evert, an einem ruhigen Schreibtisch mit Notizbuch
Tim Evert — AuDHDer, ehem. Agenturgeschäftsführer, Dozent.
Aus der Agenturpraxis, nicht aus dem Lehrbuch
Strukturell statt therapeutisch
Eigene AuDHD-Diagnose: beide Seiten gelebt
Diese Seite: keine Cookies, kein Tracking

Kaum jemand schließt neurodivergente Menschen bewusst aus.
Eingeladen ist trotzdem niemand.

Keine böse Absicht, sondern fehlendes Wissen. Bei ADHS denken die meisten an den zappelnden Jungen aus der vierten Klasse, bei Autismus an Rain Man. Was Neurodivergenz im Arbeitsalltag konkret bedeutet – welche Struktur trägt und welche Kleinigkeit den Tag kostet – hat nie jemand erklärt.

Der eigentliche Befund

Drei Kräfte, die zusammenwirken.

Effizienz, die sich selbst frisst

Das klassische Performance-Denken ist auf Auslastung optimiert, nicht auf Denkleistung. Es wurde weder für die menschliche Psyche gebaut noch für Köpfe, die anders takten. In starren Kunde-Dienstleister-Beziehungen wird das brutal: Fristen ohne Puffer, Kontrolle statt Vertrauen, Verfügbarkeit als Währung.

Kleines Team fängt ab, Wachstum nicht

In Teams, die sich seit Jahren kennen, gleicht Empathie vieles aus. Man weiß, wer morgens nicht ansprechbar ist. Mit jedem Wachstumsschritt wird der Prozess starrer, die Struktur anonymer – und genau dann fliegen neurodivergente Menschen als Erste aus der Kurve. Nicht wegen der Menschen. Wegen der Lücke zwischen Empathie und Prozess.

KI erhöht den Druck auf die Kultur

Schnelle Einzel-Tasks im stillen Kämmerlein fallen weg. Was übrig bleibt, sind Abstimmung, Urteil und Verantwortung – und die funktionieren nur mit offenen, dokumentierten Prozessen. KI zwingt Teams gerade dazu, Silos aufzubrechen. Das ist unbequem. Und es ist die beste Gelegenheit seit Jahren, Arbeitsstrukturen neu zu bauen.

Neurodivergenz ist kein Nischenthema für die Personalabteilung. Sie sitzt in jedem zweiten Sprint-Review.

Für Teams

Bei uns knirscht es, aber niemand kann sagen wo

Ausfälle, Kündigungen, zähe Abstimmung – und die Ursache liegt nicht bei den Menschen. Dann lohnt sich eine Bestandsaufnahme.

Zum Audit
Für Führung & Gründung

Ich komme selbst nicht durch meine eigene Woche

Du führst, bist selbst neurodivergent – oder findest es gerade heraus – und arbeitest permanent gegen dich an. Dafür gibt es keine Firmenlösung.

Zum Mentoring
Für den Anfang

Uns fehlt erst mal eine gemeinsame Sprache

Wenn im Team niemand weiß, worüber eigentlich geredet wird, ist ein Audit der zweite Schritt. Der erste ist ein Tag miteinander.

Zu Vortrag & Workshop

Reibungs-Check

Zieh die Regler auf euren Alltag.

Reibung in Chats, Werkzeugen und Meetings kostet neurodivergente Menschen ein Vielfaches an Energie – und alle anderen auch. Das hier ist keine Studie, sondern eine Hausnummer: eine Schätzung, mit der ihr im Team weiterreden könnt. Nichts wird gespeichert oder gesendet. Und falls ihr für die Geschäftsführung noch eine Zahl braucht: Eine Kündigung kostet laut Studien im Schnitt 90–200 % eines Jahresgehalts – bei denen, die zuerst gehen, weil sie zuerst abgenutzt werden, eher mehr. Der Rest dieser Seite handelt trotzdem von ihnen, nicht von der Tabelle.

Rauschen in Chat-KanälenModerates Chaos
ruhig, asynchronDauerunterbrechung
MeetingdichteStandardkultur
klare FokusblöckeTerminmarathon
Ordnung in den WerkzeugenSuchen kostet Zeit
alles auffindbarLabyrinth
Anteil echter DenkarbeitEtwa die Hälfte
eher Routinefast nur Deep Work
Anzeige des geschätzten Reibungsniveaus

50 %

Spürbarer Überhang

Verlorene Fokuszeit
im Team, pro Woche
0 Std.
Rechnerischer Gegenwert
pro Monat
0 €
Pro Kopf
und Woche
0 Std.

Die Schätzung gewichtet Unterbrechungen, Termindichte und Suchaufwand mit dem Anteil echter Denkarbeit. Sie ersetzt keine Messung – sie zeigt die Größenordnung.

Eure Werte gemeinsam einordnen

Woran ich arbeite

Drei Ebenen. Alle drei sind Struktur – keine davon ist Mindset.

Ich arbeite an den drei Stellen, an denen Arbeit tatsächlich stattfindet: Werkzeuge, Termine, Führung. Alles andere ist Kosmetik.

Reizarme Systeme & Asynchronität

Exekutive Dysfunktion entsteht selten im Kopf. Sie entsteht an einem überladenen Dashboard, in dem niemand findet, was er sucht.

  • Bildschirmaufzeichnungen statt Textwüsten – fünf Minuten Video ersetzen drei Tage Chatverlauf
  • Reizarme Wissensablage: radikal reduzierte Struktur statt visuellem Rauschen
  • Scrum als Schutzrahmen, nicht als Regelkorsett: Regeltermine auf das Minimum
  • Schriftliche Wochen- und Quartalsschablonen gegen das Wochenend-Burnout

Kognitive Meeting-Hygiene

Meetings sind Reiz-Trigger Nummer eins. Nicht weil geredet wird, sondern weil die Spielregeln fehlen.

  • Meeting-Vorbereitung wird delegiert und ins System gelegt – nicht nachts vom Lead gemacht
  • Erlaubnis, im Meeting zu denken: nicht alle können vorher strukturieren
  • Harte Grenzen für Überziehen, Frequenz und Teilnehmerkreis
  • Eine schriftliche Definition von „dringend“, an die sich auch die Geschäftsführung hält

Führung & Double Empathy

Missverständnisse sind selten böswillig. Sie entstehen, wenn zwei Betriebssysteme dasselbe Wort verschieden lesen.

  • Das Double-Empathy-Problem ernst nehmen: das gut gemeinte 1:1, das wie eine Drohung ankommt
  • Struktur als Exoskelett: was der Kopf nicht trägt, trägt das Team-Framework
  • Klare Grenzen für Gründer:innen mit ADHS – planbar statt unberechenbar
  • Diagnostik auf Firmenkosten: Gewissheit finanzieren statt jahrelang raten

Wo ich mich unterscheide

Die meisten Angebote setzen an, wenn schon etwas kaputt ist.

Therapie-Flatrates, Coaching-Apps und Achtsamkeits-Masterclasses flicken Menschen, die ein System zerrieben hat. Wer eine solche Plattform bezahlt und sein Team parallel im 12-Stunden-Chat-Gewitter verbrennen lässt, hat Geld ausgegeben, nicht das Problem gelöst.

Reaktiv · am Menschen

Assistenzprogramme & Wellbeing-Apps

  • Setzen ein, wenn die Belastung bereits spürbar ist
  • Adressieren einzelne Personen, nicht die Arbeitsstruktur
  • Wirkung endet an der nächsten Meetingeinladung
  • Nutzung bleibt freiwillig – wer am meisten leidet, meldet sich zuletzt

Präventiv · am System

Arbeit am System

  • Setzt an, bevor Menschen ausfallen – an Prozessen, Terminen, Werkzeugen
  • Wirkt für alle im Team, unabhängig von Diagnose oder Offenlegung
  • Ergebnisse sind überprüfbar: weniger Termine, kürzere Suchwege, ruhigere Kanäle
  • Niemand muss sich outen, um von der Veränderung zu profitieren

Beides zusammen ist die eigentliche Antwort: Ein tragfähiges Arbeitssystem ist das Fundament, auf dem Unterstützungsangebote überhaupt erst wirken können. Ob das über einen Workshop, ein Audit oder die Arbeit mit einer einzelnen Führungskraft entsteht, hängt davon ab, wo ihr steht.

Aus der Praxis

Drei Muster, die ich immer wieder sehe.

Keine Fallstudien einzelner Kunden und keine erfundenen Erfolgsgeschichten. Was hier steht, sind wiederkehrende Muster – aus Gesprächen, aus meiner Zeit als Agenturgeschäftsführer und aus der Arbeit an Arbeitssystemen. So verallgemeinert, dass niemand darin wiederzuerkennen ist. Konkrete Mandate zeige ich erst, wenn ich sie zeigen darf.

Muster: die wohlwollende Agentur

Passendes Format: Audit

„Wir sind doch total flexibel“ – und trotzdem gehen die Besten

Ausgangslage

Flache Hierarchie, viel Wohlwollen, offene Tür. Und trotzdem fallen Leistungsträger:innen aus oder kündigen. Der Grund liegt selten in der Haltung: Die Meetingdichte ist über Jahre gewachsen, Wissen liegt in Chat-Verläufen statt in Dokumenten, und „kurz abstimmen“ ist die Standardlösung für alles geworden.

Eingriff

Bestandsaufnahme aller Regeltermine mit Zweck und Alternative. Dailys auf schriftlich umstellen, Reviews auf Bildschirmaufzeichnung plus feste Kommentarfrist. Eine gemeinsame Definition von „dringend“, an die sich auch die Geschäftsführung hält.

Was sich ändert

Ruhigere Kanäle und zurückgewonnene Vormittage. Der Effekt zeigt sich zuerst bei denen, die vorher am meisten kompensiert haben – und dann bei allen anderen.

Muster: Führung im Gründungskontext

Passendes Format: 1:1-Mentoring

Wenn die Spitze das eigene Team ins Chaos zieht

Ausgangslage

Visionär, schnell, brillant im Pitch – und für das Team schwer planbar. Gedanken werden spätabends gesendet und am nächsten Morgen als Auftrag gelesen. Nach innen kämpft dieselbe Person gegen die eigene Administration an. Ein verbreitetes Muster in inhabergeführten Unternehmen, mit oder ohne Diagnose.

Eingriff

Struktur nach außen verlagern statt Selbstdisziplin trainieren: ein fester Sendepuffer für Gedanken, eine klare Trennung zwischen „Idee“ und „Auftrag“, delegierte Meetingvorbereitung und geschützte Fokusblöcke, die niemand buchen kann.

Was sich ändert

Die Impulsivität verschwindet nicht – sie landet nur nicht mehr ungefiltert im Team. Planbarkeit entsteht, ohne dass Tempo verloren geht.

Muster: das wachsende Team

Passendes Format: Workshop, dann Audit

Wenn Wachstum die Empathie überholt

Ausgangslage

Ein Team wächst von acht auf dreißig Personen. Was vorher über Zuruf und gegenseitiges Wissen lief, braucht plötzlich Prozesse. Die kommen – aber sie kommen aus dem Lehrbuch: mehr Syncs, mehr Reporting, mehr Kontrolle.

Was dann passiert

Die Menschen, die vorher am meisten geliefert haben, liefern zuerst weniger. Nicht aus Unlust: Der Kopf, der Muster erkennt und tief geht, verträgt keine Taktung im Viertelstundenraster. Das Unternehmen liest es als Leistungsproblem und verstärkt die Kontrolle.

Der Ausweg

Prozesse einführen, die Schutz bieten statt Überwachung: verbindlich schriftlich, verbindlich asynchron, verbindlich mit Grenzen nach oben. Genau hier setzt das Audit an – am liebsten, bevor die erste Kündigung auf dem Tisch liegt.

Vertrauliches Gespräch im Rahmen eines Neuro-Audits, mehrere Teammitglieder im Austausch

Neuro-Audit

Ich rede mit allen. Nicht nur mit der Führung.

Haltungen

Sätze, die hängen bleiben.

Keine Kundenstimmen. Gedanken, die mir in Gesprächen immer wieder in dieser oder ähnlicher Form begegnen – und einer, für den ich selbst geradestehe.

Wer Talente nicht einsperrt, verliert sie seltener. Eine Firma darf ruhig ein Sprungbrett in die Selbstständigkeit sein – wer das aushält, hat kaum Fluktuation.
Eine Haltung, die mir in Gesprächen mit inhabergeführten Unternehmen immer wieder begegnet
Gute Teams lagern Administration längst ans Framework aus, wenn eine Führungskraft darin keine Stärke hat. Sie nennen es nur nicht Nachteilsausgleich.
Eine Beobachtung aus der Arbeit mit Tech- und Produktteams
Es geht nicht darum, Menschen umzuerziehen. Es geht darum, die Systeme zu heilen, in denen sie arbeiten.
Tim EvertDesigning Neurodiversity

Werkzeugkasten

Acht Dinge, die du ohne mich ändern kannst.

Kein Formular, kein Download, keine E-Mail-Adresse. Nehmt euch, was ihr brauchen könnt.

01Ersetze das nächste Statusmeeting durch eine Bildschirmaufzeichnung

Ein fünfminütiges Video mit geteiltem Bildschirm transportiert mehr Kontext als ein halbstündiges Meeting – und es lässt sich pausieren, zurückspulen und dann anschauen, wenn der Kopf frei ist. Für Menschen, die auditive Informationen langsamer verarbeiten oder in Meetings mit dem Zuhören beschäftigt sind statt mit dem Denken, ist das der größte Einzelhebel überhaupt.

So fängst du anNimm den nächsten Wochenstatus als Aufnahme auf, setze eine feste Kommentarfrist bis zum Folgetag mittags – und lasse den Termin ersatzlos ausfallen. Nicht verschieben. Ausfallen.
02Schreibt auf, was „dringend“ bedeutet

In den meisten Teams ist „dringend“ ein Gefühl, kein Kriterium. Das Ergebnis: Jede Nachricht kann alles bedeuten, also wird jede Nachricht sofort geprüft. Das ist der Mechanismus, der Fokus zerstört – nicht die Menge der Nachrichten.

So fängst du anDrei Zeilen genügen: Was ist dringend, was ist wichtig, was ist keins von beidem – und welcher Kanal gehört jeweils dazu. Wichtig ist nur eins: Die Geschäftsführung hält sich als Erste daran.
03Erlaube, im Meeting zu denken

„Bitte kommt vorbereitet“ klingt fair und ist es für viele nicht. Manche Menschen können sich nicht Stunden vorher in ein Thema hineinstrukturieren – sie verarbeiten im Gespräch. Wenn du Vorbereitung zur Bedingung machst, hörst du systematisch von denselben Leuten und verlierst genau die Perspektiven, für die du sie eingestellt hast.

So fängst du anVerschicke Kontext 24 Stunden vorher schriftlich und starte jedes Meeting mit fünf Minuten Stille zum Lesen. Klingt merkwürdig. Verändert alles.
04Lagere Struktur aus, statt Selbstdisziplin zu trainieren

Wenn eine Führungskraft keine Stärke in klassischer Administration hat, ist der übliche Reflex ein Zeitmanagement-Seminar. Der wirksame Weg ist der umgekehrte: Die Struktur wandert ins Team oder ins Framework. Das ist keine Sonderbehandlung – es ist Arbeitsteilung, wie sie überall sonst selbstverständlich ist.

So fängst du anFrage bei der nächsten Aufgabe nicht „Wie kriegst du das hin?“, sondern „Welcher Teil davon kostet dich unverhältnismäßig viel Energie?“ – und lege genau den woanders hin.
05Räum das Dashboard leer

Ein Dashboard mit vierzehn Datenbank-Ansichten ist ein Beweis für Fleiß und ein Hindernis für Arbeit. Visuelles Rauschen kostet bei reizoffenen Menschen echte Energie – und zwar bei jedem einzelnen Aufruf, nicht nur beim ersten.

So fängst du anEine Seite, drei Blöcke: Was liegt heute an, wo finde ich Wissen, wen frage ich. Alles andere eine Ebene tiefer. Wer suchen muss, findet – wer scannen muss, verliert.
06Beende die Woche schriftlich

Das Wochenend-Burnout beginnt am Freitagnachmittag mit offenen Schleifen: Was war da noch, habe ich das gesendet, was kommt Montag? Ein unabgeschlossener Kopf erholt sich nicht, egal wie lang das Wochenende ist.

So fängst du anEine feste Schablone, zwanzig Minuten, immer dieselben vier Fragen: erledigt, offen, blockiert, Montag zuerst. Schriftlich, im Team sichtbar. Danach ist Feierabend – auch im Kopf.
07Rechne mit dem Double-Empathy-Problem

Missverständnisse zwischen neurotypischen und neurodivergenten Menschen laufen in beide Richtungen. Das freundlich gemeinte „Lass uns mal kurz sprechen“ ohne Thema kann als Androhung ankommen und einen ganzen Arbeitstag kosten. Umgekehrt wird eine sachlich-knappe Antwort schnell als Desinteresse gelesen.

So fängst du anNie ein Gespräch ohne Thema ankündigen. Ein Halbsatz genügt: „Kurz zum Angebot, nichts Kritisches.“ Das kostet dich zwei Sekunden und spart jemand anderem den Nachmittag.
08Übernimm die Kosten für Diagnostik

Wartezeiten von einem bis zwei Jahren sind für Erwachsene die Regel, und die Kosten einer privaten Abklärung schrecken viele ab. Wer diese Hürde als Arbeitgeber wegnimmt, finanziert nicht nur ein Papier: Er finanziert Klarheit, gezielte Unterstützung und in vielen Fällen den Unterschied zwischen einer Kündigung und zehn weiteren guten Jahren.

So fängst du anAls freiwillige Leistung im Rahmen der Gesundheitsförderung anlegen, vertraulich abwickeln, Ergebnis geht nie an den Arbeitgeber. Steuerliche und arbeitsrechtliche Ausgestaltung mit Steuerberatung und Betriebsrat klären – die Wirkung auf die Kultur ist enorm.
Workshop-Tag: Team gemeinsam im Gespräch an Beispielen aus dem eigenen Alltag

Workshop

Ein Tag im selben Raum – danach reden alle über dasselbe Problem.

Arbeitsprobe

Jedes Format endet schriftlich.

Kein Gespräch, nach dem alle nicken und in zwei Wochen niemand mehr weiß, was vereinbart war. Ihr bekommt etwas in die Hand, mit dem ihr auch in sechs Monaten noch arbeiten könnt. Am ausführlichsten beim Audit – hier ein Blick hinein, Inhalte geschwärzt, Aufbau echt.

Der Bericht

Sieben Kapitel, gesetzt und lesbar statt als Foliengrab. Jeder Befund wird zuerst neurokognitiv begründet, dann auf System- und Kostenebene übersetzt – damit nachvollziehbar bleibt, warum eine Maßnahme wirkt und nicht nur, dass sie empfohlen wird.

  • Zwei Fassungen: eine für die Führung, eine fürs Team – letztere ohne Personenbezug und ohne Zahlen
  • Umsetzungsplan, priorisiert nach Aufwand und Wirkung
  • Jede Maßnahme so gebaut, dass sie ohne Offenlegung einer Diagnose funktioniert
  • Bei kleinen Teams: Einsicht- und Freigabeprotokoll statt Anonymisierungsversprechen, das keins sein kann
Seite aus einem Neuro-Audit-Bericht: Inhaltsverzeichnis
Seite aus einem Neuro-Audit-Bericht: Befund
Seite aus einem Neuro-Audit-Bericht: Umsetzungsplan

Nach dem Workshop

Eine schriftliche Zusammenfassung mit allem, worauf ihr euch an dem Tag geeinigt habt: neue Regeln, wer was ändert, was ihr bewusst so lasst. Zwei bis vier Seiten, damit sie auch gelesen wird – und damit in drei Monaten überprüfbar ist, was davon geblieben ist.

Nach dem Mentoring

Dein Setup, dokumentiert: Wochenstruktur, Kalenderregeln, Kommunikationsvereinbarungen mit dem Team, die Notfallroutine für schlechte Wochen. Geschrieben für dich, nicht für die Personalakte – und so, dass du es allein weiterführen kannst.

Referenz

Modulr

Agentur · 5 Mitarbeitende · Neuro-Audit

Ausgangslage: eine über Jahre gewachsene Struktur, nie darauf geprüft, ob sie auch für Teammitglieder funktioniert, die anders arbeiten als die Geschäftsführung selbst. Eingriff: vertrauliche Gespräche mit dem ganzen Team, quer durch alle Ebenen. Ergebnis: sichtbar gemachte blinde Flecken bei Verantwortlichkeiten, Dringlichkeit und alltäglichen Abläufen – Dinge, die von innen nicht auffallen.

Ich wollte wissen, ob unser System, das einfach über Jahre gewachsen ist, wirklich für alle in meinem Team funktioniert, auch für Menschen, die anders arbeiten als ich. Tim hat mit allen gesprochen und Dinge sichtbar gemacht, die uns selbst nie aufgefallen wären: bei Verantwortlichkeiten, bei Dringlichkeit, bei alltäglichen Abläufen. Kein Bericht, der nur bestätigt, was man schon ahnt, sondern einer, der zeigt, was man nicht sehen kann, weil man selbst mittendrin steckt.
Thomas LatusGeschäftsführung, Modulr

Ein System, das nur funktioniert, wenn alle sich zusammenreißen,
ist kein System.

Es ist eine Wette darauf, dass niemand einen schlechten Monat hat. Diese Wette geht eine Weile gut. Dann geht sie nicht mehr gut, und zwar zuerst bei denen, die am meisten kompensiert haben.

Zusammenarbeit

Drei Formate, ein Prinzip.

Ob ein Tag im Führungskreis, eine Bestandsaufnahme im Betrieb oder drei Monate zu zweit: Der Ansatz bleibt derselbe – wir verändern Strukturen, nicht Menschen. Was ich nicht mache: Pauschalprogramme von der Stange und Workshops, nach denen alles bleibt, wie es war.

Ein halber bis ganzer Tag

Impulsvortrag & Workshop

Für Team, Führungskreis oder Konferenz. Verständlich, konkret und ohne Betroffenheitspathos – am Ende weiß der Raum, worüber wir reden, woran man es erkennt und was ab Montag anders läuft.

  • Grundlagen ohne Klischees, mit Beispielen aus eurem Alltag statt aus dem Lehrbuch
  • Gemeinsame Sprache im Team – die Voraussetzung für alles Weitere
  • Arbeit an euren echten Fällen, nicht an erfundenen Szenarien
  • Maßnahmenliste, die ihr auch ohne mich abarbeiten könnt
Termin anfragen
Zwei bis drei Tage plus Auswertung

Das Neuro-Audit

Ich schaue mir eure operative Realität an: Termine, Kanäle, Werkzeuge, Entscheidungswege. Danach wisst ihr, was euch Reibung kostet und in welcher Reihenfolge ihr es angeht.

  • Vertrauliche Einzelgespräche quer durch alle Ebenen
  • Inventur aller Regeltermine, Kanäle und Ablagen
  • Umsetzungsplan mit Sofortmaßnahmen, mittlerer Frist und Umbau
  • Schriftlicher Bericht in zwei Fassungen: eine für die Führung, eine fürs Team
Audit anfragen
Drei Monate Begleitung

1:1-Mentoring

Für Gründer:innen und Führungskräfte, die selbst neurodivergent sind – oder es gerade herausfinden. Wir bauen eine Woche, die zu deinem Kopf passt, statt dich an eine zu gewöhnen, die es nie tut.

  • Reizarme Wochenstruktur mit geschützten Fokusblöcken
  • Ein Arbeits-Setup ohne tägliche Reibungsverluste
  • Führen, ohne das eigene Chaos ins Team zu tragen
  • Wenn gewünscht: Begleitung auf dem Weg zur Diagnostik
Mentoring anfragen

Ablauf

Jedes Format beginnt gleich. Danach trennen sich die Wege.

Am Anfang steht immer dasselbe Gespräch: 15 bis 30 Minuten, kostenlos, ohne Verkaufsdruck. Wir klären, ob euer Thema wirklich ein Systemthema ist und welches Format dazu passt. Wenn keins passt, sage ich das.

Ruhiges Erstgespräch zwischen Tim Evert und einer interessierten Führungskraft

Erstgespräch

Fünfzehn Minuten, bevor irgendjemand etwas unterschreibt.

Workshop

  1. VorgesprächIch frage vorab ab, wo es bei euch konkret hakt – der Tag wird darauf zugeschnitten.
  2. Der Tag selbstInput, eure Fälle, gemeinsame Regeln. Kein Frontalvortrag über volle sechs Stunden.
  3. DanachSchriftliche Zusammenfassung mit allem, worauf ihr euch geeinigt habt.

Audit

  1. BestandsaufnahmeVertrauliche Gespräche, Blick in Kalender, Kanäle und Ablagen. Wie ihr wirklich arbeitet.
  2. AuswertungBericht und Umsetzungsplan, priorisiert nach Aufwand und Wirkung. In zwei Fassungen.
  3. Optional danachBegleitung bei der Einführung, Nachmessung nach drei Monaten.

Mentoring

  1. StandortbestimmungWie sieht deine Woche aus, wo geht Energie verloren, was hast du schon versucht?
  2. UmbauRegelmäßige Sitzungen, dazwischen konkrete Änderungen an Kalender, Werkzeugen, Regeln.
  3. VerstetigungAm Ende steht ein Setup, das ohne mich trägt – das ist ausdrücklich das Ziel.

Ehrlichkeitshalber

Wofür ich der Falsche bin.

  • Wenn eine Zertifizierung gebraucht wird, ein Siegel für die Karriereseite oder ein Punkt auf der Diversity-Agenda. Dafür gibt es passendere Anbieter.
  • Wenn eine einzelne Person „zum Funktionieren gebracht“ werden soll. Das ist der Auftrag, den ich ablehne – und meistens ist es ohnehin das System.
  • Wenn es akut um Therapie, Krisenintervention oder Diagnostik geht. Ich bin weder Therapeut noch Arzt und sage das früh statt spät.
  • Wenn bei einem Audit die Geschäftsführung nicht mitmacht. Meetingkultur ändert sich von oben oder gar nicht – jede andere Variante kostet Geld und ändert nichts. Im Mentoring gilt das Gegenstück: Wenn du selbst nicht willst, sondern jemand anders es für dich will, wird es nichts.

Wenn davon nichts zutrifft, passt es vermutlich.

Tim Evert im Gespräch

Wer da spricht

Beide Seiten des Schreibtischs. Ein Kopf.

Über mich

Ich habe auf beiden Seiten des Schreibtischs gesessen.

Jahrelang Agentur: Kundendruck, Umsatzsteuer, Businesspläne, Scrum, Termine, die gestern fertig sein sollten. Und gleichzeitig ein Kopf, der bei zwölf offenen Chat-Threads nicht schneller wird, sondern stehen bleibt.

Meine ADHS- und Autismus-Diagnose kam spät – wie bei den meisten Männern, die gelernt haben, nach außen zu funktionieren und die Erschöpfung nach innen zu verlagern. Rückblickend erklärt sie einiges: warum bestimmte Wochen brillant liefen und andere trotz doppelter Anstrengung nichts hergaben. Und warum die Struktur, die alle anderen entlastete, für mich die eigentliche Belastung war.

Notizbuch mit handschriftlichen Notizen

Ich sage das nicht, weil ich mich für interessant halte, sondern weil es meine Arbeit erklärt. Ich kenne die Führungsperspektive: Was ein ungeplanter Ausfall in der heißen Phase kostet, wie sich Fehlkommunikation in Budget übersetzt. Und ich kenne die andere Seite: den Nachmittag, den ein Satz ohne Kontext auffrisst.

Als Dozent und Pädagoge habe ich außerdem gelernt, Komplexes so zu erklären, dass man danach etwas anders macht. Das ist am Ende der ganze Job: übersetzen, bis beide Seiten sich meinen können.

AuDHDerEigene Diagnose. Beide Perspektiven aus erster Hand.
Ehem. AgenturchefKennt Kundenstress, Scrum und operativen Schlamm.
BeraterBaut Prozesse, die Menschen tragen statt kontrollieren.
Coach1:1-Arbeit an Selbstführung und Grenzen.
DesignerGespür für ruhige, reizarme Oberflächen.
DozentDidaktisch geschult, verständlich ohne Vereinfachung.

Newsletter

Innenansichten (unsortiert)

Jede Woche ein Text: mal ein Blick hinter die Kulissen eines Audits, mal eine Einordnung aktueller Forschung, mal ein ehrlicher Zwischenstand von meinen eigenen Baustellen. Kein Ratgeber-Ton, keine Listicles, keine Verkaufsmails.

Der Versand läuft über Substack; mit dem Absenden wird ein Substack-Fenster geöffnet. Abmelden mit einem Klick, jederzeit. Mehr dazu in der Datenschutzerklärung – oder direkt auf Substack lesen.

Zuletzt erschienen

Ausgabe 01 Die Steuererklärung darf warten

Über die Löffel-Theorie, das Recht, Dinge liegen zu lassen – und warum ein Hyperfokus, den man zulässt, mehr wert ist als eine Liste, die man abarbeitet.

Lesen →
Nächste Ausgabe In Arbeit

Erscheint wöchentlich. Wer abonniert hat, bekommt sie zuerst.

Demnächst

Was als Nächstes kommt.

Podcast in Produktion Über AuDHD ohne Klischees: aktuelle Forschung, die Schwierigkeiten mit Diagnostik und Kassen, das Thema Selbstdiagnose – und mein eigener Weg dorthin.
Buch im Entstehen Internalisiertes AuDHD bei Männern. Die vorhandene Literatur über „stilles“ ADHS und spät erkannten Autismus richtet sich fast ausschließlich an Frauen und Mädchen – Männer mit denselben Mustern finden darin kaum statt, und dann eben auch nicht in der Diagnostik.

Podcast und Buch gibt es zuerst im Newsletter. Zum Abonnieren.

Kürzere Gedanken auf LinkedIn

Häufige Fragen

Was ich immer wieder gefragt werde.

Wir haben niemanden mit Diagnose im Team. Ist das trotzdem relevant?
Mit hoher Wahrscheinlichkeit habt ihr Menschen im Team, die es nicht wissen oder es nicht sagen. Erwachsene Diagnosen kommen spät, und wer sie hat, geht damit selten hausieren. Der wichtigere Punkt: Alles, was ich verändere, hilft auch neurotypischen Menschen. Weniger Unterbrechungen, klarere Zuständigkeiten und schriftlich dokumentierte Entscheidungen hat noch nie jemand bereut.
Muss sich dafür jemand outen?
Nein, und ich rate meistens davon ab, es zur Bedingung zu machen. Meine Gespräche sind vertraulich, und im Bericht steht nie, wer was gesagt hat. Der Umbau des Systems funktioniert vollständig anonym – das ist einer der Gründe, warum ich strukturell arbeite und nicht am einzelnen Menschen.
Ist das nicht einfach gutes Projektmanagement?
Zu einem Teil ja – und das ist keine Schwäche, sondern der Grund, warum es funktioniert. Der Unterschied liegt in der Begründung und in den Details: Klassisches Projektmanagement optimiert auf Durchsatz und Kontrolle. Ich optimiere auf kognitive Last. Das führt bei manchen Entscheidungen zum genau gegenteiligen Ergebnis – etwa bei der Frage, ob ein tägliches Stand-up Sicherheit schafft oder Fokus zerstört.
Wir arbeiten mit Scrum, weil unsere Kunden es verlangen. Geht das zusammen?
Ja. Agile Methoden sind nicht das Problem – die Meetingdichte ist es, die sich um sie herum ansammelt. Scrum funktioniert hervorragend als schützender Rahmen, der Prioritäten klärt und den Rücken freihält. Wir behalten die Zeremonien, die genau das leisten, und schaffen den Rest ab oder fangen ihn schriftlich auf.
Ich bin selbst betroffen und will kein Firmenprojekt daraus machen. Geht das?
Ja, das ist der Normalfall im Mentoring. Wir arbeiten zu zweit an deiner Woche, deinen Werkzeugen und deiner Art zu führen. Dein Arbeitgeber erfährt davon nichts, es sei denn, du willst es. Es gibt keinen Bericht, keine Rückmeldung an Dritte und keine Verbindung zu einem Unternehmensmandat.
Wir wollen erst mal nur einen Vortrag. Ist das zu wenig?
Nein, und ich versuche auch nicht, daraus im Gespräch ein Audit zu machen. Ein Vortrag oder Workshop-Tag ist für viele Teams genau richtig: Er schafft eine gemeinsame Sprache, und ohne die ist jede weitere Maßnahme wackelig. Manche Teams kommen später mit mehr zurück, viele setzen die Maßnahmenliste selbst um. Beides ist ein gutes Ergebnis.
Machst du auch Therapie oder Diagnostik?
Nein, beides ausdrücklich nicht. Ich bin weder Therapeut noch Arzt, ich stelle keine Diagnosen und behandle nichts. Ich arbeite an Arbeitssystemen. Wenn im Verlauf klar wird, dass jemand therapeutische oder diagnostische Unterstützung braucht, sage ich das offen und helfe bei der Frage, wo man sie bekommt.
Wie lange dauert es, bis sich etwas verändert?
Die ersten Sofortmaßnahmen wirken innerhalb von zwei Wochen – meist die, die etwas wegnehmen statt etwas hinzufügen. Kulturelle Veränderungen brauchen ein bis zwei Quartale, weil sie erst dann halten, wenn sie den ersten stressigen Endspurt überlebt haben. Deshalb messe ich nach drei Monaten noch einmal nach.
Wir sind ein kleines Team. Lohnt sich ein Audit überhaupt?
Unter etwa zehn Personen ist ein volles Audit oft überdimensioniert – da fängt Empathie noch vieles ab. Sinnvoller sind dann ein Workshop-Tag und ein paar klare Vereinbarungen, oder Mentoring für die Person, bei der die Last zusammenläuft. Der beste Zeitpunkt für ein Audit ist die Wachstumsphase: wenn Prozesse gerade entstehen und noch nicht in Beton gegossen sind.

Kontakt

Fangen wir mit einem Gespräch an.

15 bis 30 Minuten. Wir schauen, wo bei euch die Reibung sitzt und ob eines der drei Formate dazu passt. Wenn keins passt, sage ich das – und meistens weiß ich, wer stattdessen passt.

  • Antwort in der Regel innerhalb von 24 Stunden
  • Alles, was du schreibst, bleibt vertraulich
  • Lieber schreiben als telefonieren? Völlig in Ordnung

mail@designing-neurodiversity.com 0151 297 33 857

Mit dem Absenden stimmst du zu, dass ich deine Angaben zur Bearbeitung deiner Anfrage verwende. Details in der Datenschutzerklärung.