Barrierefreiheit
Warum diese Seite existiert
Ich berate zu Arbeitsstrukturen für neurodivergente Menschen. Es wäre seltsam, dabei nicht auch die eigene Website daraufhin zu prüfen, wen sie ausschließt. Diese Erklärung ist nicht gesetzlich vorgeschrieben – als Angebot für Unternehmen fällt diese Seite nicht unter das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz. Ich mache es trotzdem, aus Überzeugung, und weil eine Behauptung ohne Nachprüfbarkeit nichts wert ist.
Was konkret umgesetzt ist
- Ruhe-Modus. Ein eigener Schalter (oben in der Navigation), der über die Systemeinstellung „Bewegung reduzieren“ hinausgeht: Er nimmt zusätzlich Kontrastsprünge zwischen Abschnitten, Größensprünge, Versalien und Sättigung zurück – sechs Stellschrauben, alle aus der eigenen Beratungspraxis. Gleicher Inhalt, weniger Reiz.
- Dunkles Farbschema. Folgt der Systemeinstellung, lässt sich manuell umschalten, jede Text-Hintergrund-Kombination wurde einzeln gegen WCAG AA geprüft (mindestens 4,5:1 bei Fließtext, mindestens 3:1 bei großen und dekorativen Elementen).
- Bewegung. „Bewegung reduzieren“ auf Betriebssystem-Ebene wird respektiert und schaltet alle Animationen ab, unabhängig vom Ruhe-Modus.
- Tastaturbedienung. Alle interaktiven Elemente sind ohne Maus erreichbar, mit sichtbarem Fokusring (auch auf den dunkelgrünen Abschnitten – ein Fokusring, der nur auf hellem Grund erkennbar ist, ist keiner). Ein „Zum Inhalt springen“-Link steht vor der Navigation. Das mobile Menü schließt mit Escape und gibt den Fokus zurück auf den Menü-Button.
- Zielgrößen. Klickbare Elemente sind mindestens 24×24 Pixel groß (WCAG 2.2, Kriterium 2.5.8).
- Formulare. Jedes Eingabefeld hat ein sichtbar verknüpftes Label. Rückmeldungen nach dem Absenden (Erfolg, Fehler) stehen in einer ARIA-Live-Region und werden von Screenreadern automatisch vorgelesen.
- Der Reibungs-Rechner. Das Ergebnis (Prozentwert, Einordnung, Kennzahlen) steckt in einer Live-Region und wird beim Verstellen der Regler automatisch angesagt, nicht nur optisch aktualisiert.
- Struktur statt Dekoration. Eine Überschriftenhierarchie ohne Sprünge, Bildbeschreibungen (Alt-Texte) für alle bedeutungstragenden Bilder, semantische Landmarken (nav, main, footer) statt reiner div-Suppe.
- Keine Cookie-Banner-Fallen. Es gibt keinen Consent-Dialog, durch den man sich erst durchklicken muss, um an den Inhalt zu kommen – weil es nichts gibt, dem man zustimmen müsste. Das ist auch eine Frage der kognitiven Zugänglichkeit.
Bekannte Einschränkungen
Diese Prüfung ist eine eigene Einschätzung, kein externes Audit – es kann Dinge geben, die mir nicht aufgefallen sind. Bekannt sind mir:
- Das Kontaktformular wird nach dem Absenden über den Dienst FormSubmit verarbeitet, die Newsletter-Anmeldung über Substack. Beide leiten dich auf eine Seite außerhalb meiner Kontrolle weiter; für deren Barrierefreiheit kann ich nicht garantieren.
- Fehlt ausnahmsweise ein Bild, zeigt die Seite ein neutrales Platzhalterfeld statt des Fotos – kein Absturz, aber auch keine gleichwertige Bildbeschreibung für diesen Ausnahmefall.
Eine Barriere melden
Wenn dir etwas auf dieser Seite den Zugang erschwert oder unmöglich macht: Schreib mir kurz, was und wo. Eine formlose Nachricht an mail@designing-neurodiversity.com genügt, gerne auch mit Angabe des verwendeten Geräts oder der Screenreader-Software. Ich melde mich zurück und kümmere mich darum.